10. August 2018

Von Palenque nach Campeche

Na, liebe Blogger, Rätsel gelöst. Ich denke ja, war wieder ein Schenkelklopfer. Muss ja meine Leser bei Laune halten, wenn schon kaum noch Kommentare kommen, weiß man ja nicht, ob es noch interessant genug ist.
Heute sind wir auf der Fahrt nach Campeche und ich schreibe im Auto, wenn die Straßen es hergeben. Denn es ist ein ewiges Gewackel und so kommt auch der ein oder andere Verschreiber  zustande. Gerade haben wir die Bundesstaatengrenze von Chiapas nach Tabasco (der Name dürfte durch die hier hergestellte Sauce bekannt sein) passiert und mussten Straßenmaut zahlen. Hier macht jeder Bundesstaat sein eigenes Ding. Zeit einige Infos allgemein zu Mexico zu geben. Ja ... Mexico ist groß. Ca. 5,5 mal so groß wie Deutschland, es beherbergt Ca. 125 Mio. Einwohner, so genau weiß man das nicht, denn es gibt Menschen, die gibt es zwar, aber amtlich sind sie nicht registriert. Das Land gliedert sich in Bundesstaaten, aber das hatte ich schon erwähnt. Mexico hat eine gute Wirtschaftskraft, besitzt Bodenschätze, wie Gold, Silber und Kupfer, hat einen florienden Tourismus und ist trotzdem arm. Oder besser sehr Wenige besitzen sehr viel und 45% der Bevölkerung sind offiziell arm. Das Mindesteinkommen beträgt laut Jensi 85 Peso pro Tag, das sind ungefähr 4,50€. Die Menschen sind trotzdem nett und relaxt, unaufdringlich. Natürlich sind sie eher klein und Thomas wird hier als Long Horn verehrt... Blond und groß ist hier eher selten. 😜
In den Gaststätten und Hotels ist es sauber, das haben wir woanders auch schon anders erlebt.
Natürlich ist für uns Mexico ziemlich preiswert. Ein gutes Essen im Restaurant kostet Max.200 Peso...Jett könnt ihr selbst rechnen, wie viel das in Euro sind. Eine Pina Colada kostete in unserem letzten Hotel 3,50€, dagegen ist der Tequilla je nach Qualität schon ganz schön "teuer", dafür mit dem bei uns angebotenen nicht zu vergleichen. Wir haben einen sehr milden getrunken, der richtig lecker war. Zwischen Tequilla und Mezcal bestehen übrigens keine Unterschiede, beide sind aus Agavensaft gebrannt. Der Name Tequilla ist jedoch geschützt und darf nur für das Produkt aus einer bestimmten Region verwendet werden. Und wie schon erwähnt hat Mexico einen für europäische Zungen leckere und schmackhafte Küche. Allerdings steht zu befürchten, dass man beim dauerhaften Genuss vermutlich dick werden wird, anders kann man sich die vielen dicken Mexicaner und die properen Chicas nicht erklären. So genug dazu.
Jensi hat uns gerade erklärt, dass er aktiv an der Aufklärung, um das mystische Datum 22.12.2012  beteiligt war. Er hat uns die weit verbreitete These davon, dass an diesem Tag die Welt untergehen sollte, widerlegt. Er scheint doch ein Ahnung zu haben. Zum Beweis zeigte er uns mehrere Bücher, die er verfasst hat. Sein richtigerName ist Jens Rohark...wer Lust hat, kann ja mal googlen. Bei uns ist er ab jetzt der Maja- Guru und Thomas und ich schließen ihn in unsere täglichen Fürbitten mit ein. Spaß beiseite, seine Art ist halt etwas komisch.
Jetzt näheren wir uns unserem heutigen Ziel, der Stadt Campeche. Eine alte Kolonialstadt der Spanier, die auf den Mauern eines früheren Majadorfes erbaut wurde. Campeche liegt direkt am Golf von Mexico, in dem ich schon Baden durfte, weil Sonja damals bei Radio Leipzig eine Floridareise gewonnen hatte, an der ich teilnehmen durfte. Campeche besaß und besitzt Bedeutung als Hafenstadt und wurde deshalb mehrmals durch Piraten und Kolonialmächte erobert. Heute besitzt die Altstadt, die umgeben von den alten Stadtmauern ist den Unesco Welterbe Titel.. Wir sind gespannt, wenn ich bis dahin nicht eine Wutanfall bekomme, weil mir dieses ewige Gewackele auf den "Sack" geht.
Okay auf der langen Fahrt machten wir zwei Pausen und sahen schließlich den Golf von Mexico. Das Wetter war noch angenehm, nur wenn die Sonne knallt, ist es fast unerträglich, aber das kennt Ihr ja zur Genüge. In Campeche angekommen gingen wir in ein Restaurant direkt am Meer essen. Dort gibt es viele davon, aber natürlich hatte Jensi eins ausgewählt, welches vor dem Eingang Abbildungen von Majafiguren hatte. Eigentlich waren Thomas und ich überhaupt nicht hungrig, als wir aber hörten, was es gab, haben wir dann doch zugeschlagen. Die Bilder, welche meine liebe Jenny täglich einstellen muss, zeigen wie toll das Ganze angerichtet, sehr schmackhaft und günstig war. Das runde Teil ist ein Pfannkuchen gefüllt mit Fleisch vom Babyhai und die Shrimps waren mit Cocos Panade. Wenn Ihr das erstgenannte Gericht genau anseht, dann entdeckt Ihr darauf eine Art Kirsche in der Mitte. Dachte ich auch und steckte das Ding in meinen Mund, biss zu und bekam SchnappAtmung...eine Habaneros...ich dachte, ich sterbe. Mir Treib es alle Schlechtigkeiten aus...natürlich zur Freude der anderen, ich glaube Jensi hat sich am meisten gefreut... Es dauerte eine Weile bis ich wieder klare Bilder sah..
Nach dem Essen besichtigten wir die Festung, auf der natürlich im Museum Maja Gegenstände zu sehen waren. Anschließend ging es in die historische Innenstadt, die typisch kolonial ist, aber auch sehr wenige Menschen unterwegs waren. Wir durchquerten sie vom Land- zum Seetor. Höhepunkt war die Kathedrale ...sicher gehen wir heute Abend noch ne Runde. jetzt sind wir erst einmal in einem tollen Hotel, welches auch im Kolonialstil errichtet ist.
Morgen geht's dann wieder auf den Spuren der Majas weiter..nach Uxtamal und eine Bootsfahrt im Biosphärengebiet mit Flamingos warten auf uns....Insgesamt haben wir noch drei Tage auf der Rundreise vor uns.






















6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi Petric, mein Kommentar erscheint nicht, vielleicht bin ich zu blöd und kann nur mit Papier ... Name geht nicht, also klicke ich jetzt anonym. Da du Rätsel magst, rate mal, wer's ist. Und: Mit den Blitzen kamen die Tore!

Anonym hat gesagt…

Hallo Long Horn und Pe ( wie nennen sie dich eigentlich :-)),

das klingt alles toll und ich erfahre bald mehr, als auf meiner Rundreise vor 20 Jahren, vielleicht habe ich es aber auch vergessen :-). Euer Reiseleiter scheint ja ein sehr spezieller und spiritueller Mensch zu sein....da treffen dann schon Welten aufeinander. Thema Essen....unser Reiseleiter meinte damals.... nur dicke Frauen sind gute Frauen, da sie ihre Familie ordentlich ernähren könnten....ich hatte mich dann gegen eine Auswanderung entschieden :-).

Habt weiterhin ganz viel Spaß auf eurer schönen Reise und fühlt euch fest geknuddelt von eurer Su

Je hat gesagt…

Hallo Thomas habe iDich erkannt

Anonym hat gesagt…

... so interessante Texte und Schöne Fotos.....als wären wir selbst dabei! Klasse! Viele Grüße von Sylvia und Conni aus dem Spreewald.

Je hat gesagt…

Danke, liebe Conni...Euch viel Spaß im Spreewald. Kussi

Anonym hat gesagt…

Hallo Ihr Zwei, ähm Long Horn und Schnappi :-))

Ich habe soo gelacht ... Die "Kirsche" war definitiv die Rache des Babyhai's. Na, also wer isst denn auch Babies!!??? :-))
Genießt weiter Kultur, Jensi, mexikanische Leckerbissen und Tequila!
Grüßle Mama & Sonja

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