Ok, weiter im Text. Gestern steuerten wir noch ein Cenote an, diese befand sich direkt hinter einer Lagune in der Nähe von Bacalar, wo wir auch das Mittagessen eingenommen haben. Für alle die nicht wissen, was eine Cenote ist...ein Wasserloch, welches oft sehr tief ist und manchmal auch in Höhlen zu finden ist. Es handelt sich um Süßwasser. Thomas und ich freuten uns auf die willkommene Abwechslung und vor allem hofften wir auf Abkühlung. Weit gefehlt, das Wasser war ca. 30 Grad warm, wie in der Badewanne. An sich ganz gut, aber eben nicht wenn die Lufttemoeratur genauso hoch ist. Aber ok... hat trotzdem Spaß gemacht. In Mexico sind gerade auch Schulferien, so dass auch viele Einheimische diese Gelegenheit nutzten. Dabei fiel auf, dass kaum ein Mexikaner schwimmen kann, fast alle trugen Schwimmwesten. In Mexiko gehen die Kinder sechs Jahre in die Grundschule und drei Jahre in die Oberschule, danach gibt es noch Colleges. Nach einem kühlen Corona ging es dann zum Zielpunkt...nach Chetumal. das ist die Hauptstadt eines Bundesstaates mit etwa 150.000 Einwohnern. Eine Grenzstadt zu Belize, was ungefähr 10 km entfernt liegt und für mexikanische Verhältnisse modern. Außerdem gibt es dort eine andere MwSt, vermutlich um die Wirtschaft anzukurbeln. Laut Reiseführer gibt es in Chetumal auch niedrige Ölle auf Luxuswaren.
Das Hotel war wirklich ziemlich modern und schön und ökologisch! Da ich solange an meinem Blog geschrieben hatte, war Thomas eingeschlafen und wollte nicht nochmal los. Ich hätte nichts zum Mittag gegessen und nun auch noch aufs Abendbrot verzichtet...alles für Euch!!!!
So nun hatte ich den ganzen zweiten Tag schon notiert und nun ist alles weg...Sch....e.
Dann jetzt von vorn. Pünktlich 08:00 starteten wir vom Hotel. Heute sollte der längste Abschnitt der Rundreise anstehen...insgesamt 510 km. Yucatan ist groß, von der Fläche so groß wie Deutschland, deswegen sind die Entfernungen auch so groß. Zunächst waren Thomas und ich erstaunt, erstaunt über Jens, der hatte plötzlich Sprechfutter gegessen oder das Frühstück hatte ihm geschmeckt..auf jeden Fall erzählte er recht viel und flüssig. Wir erfuhren viel über die Majas, über Priester, Könige
die Hieorglyphen deren Bedetung, über das Zahlensystem der Maja und den Kalender, der heute immer noch "funktioniert" und einen Zyklus von 52 Jahren umfasst. Warum gerade 52 Jahre, weiß ich nicht genau, habe ich nicht genug aufgepasst. Die Kombination aus Bildern, Hieroglyphen und Zahlensymbolen (ein Punkt steht für ein Jahr, ein Strich für fünf Jahre, eine Art Auge für zwanzig Jahre) erzählt über bedeutsame Ereignisse, die mit den Königen oder Priestern der Maja in Verbindung standen, also die Krönung, der Tod, das Erscheinen eines Gottes...
Das machte neben der Bautechniker sogenannte Hochkultur der Majas aus. Diese erstreckte sich über ca. 3.500 Jahre Menschheitsgeschichte. Ihre Hochzeit hatten die Maja zwischen 200 - 1000n.Chr.
Ok, reicht erstmal mit Geschichtsfakten. Unsere erste Station war die Maja Stadt Kohulich, welche mitten im Dschungel lag. Es war herrlich ruhig. In dieser Stadt, die noch halbwegs erhalten war, lebten mal bis zu 10.000 Majas. Neben Tempeln, Königspalast, Marktplatz, gab es auch einen Ballspielplatz. Gespielt wurde mit einem Ball aus Kautschuk, der etwa die Größe eines Kopfes hatte. Die Verlierer des Spiels wurden meist geopfert...
An den Tempeln waren die angebrachten, ausgekratzten Verzierungen noch ganz gut erkennbar.
Abgebildet waren meist Götter. Diese hatten immer große Augen in den Darstellungen. Da fiel mir
Özil ein...mhm wahrscheinlich haben wir ihm Unrecht getan, denn vermutlich ist er eine Gottheit 😂😂.
Auf der Anlage waren, wie überall n Mexico, viele freilaufende Hunde, schöne Hunde und wir sahen den Pfefferbaum, Orchideen, einen Geier und Affen in den Bäumen. Jens war wieder in seinen Trott verfallen, erzählte langsam und wichtig und da wir seine Aussagen mit den Aussagen auf den Tafeln verglichen, hatten wir Zweifel, ob er immer das Richtige erzählte. Bei meiner Frage, was ihn denn zur Leidenschaft"Majas" getrieben hat, wich er aus und meinte der Kalender würde ihn so faszinieren. Naja Thomas und ich vermuten ja, dass Jensi irgendetwas in D verbrochen hat oder ein Kunstdieb ist. 😄😄 Irgendwie werde ich mit dem nicht warm, aber vielleicht bin ich ja intolerant..egal nach 60 Minuten ging es weiter, immer weiter und immer gerade aus, die Straßen sind eine Zumutung, man wird ordentlich durchgeschüttelt, also schlafen im Auto fällt schwer. Unsere nächste Station war eine Tempelanlage in Chicanna, ziemlich klein, aber dafür mit relativ gut erhaltenen Strukturen an den Gebäuden.
Nun es ist so wie in Thailand mit den Tempeln, kennst Du einen, kennst Du alle. Das Prinzip ist immer gleich oder ähnlich, nur die Zeitepochen und der Zustand sind unterschiedlich. In der Folge passierten wir drei Bundesstataten, aßen zu Mittag und freuten uns nach vielen Stunden Fahrt auf die Ankunft in Palenque. Doch dann begann das Abenteur, erst vier Kilometer unbefestigte Straße und dann kurz vor dem Ziel Stau....mhm , was war los? Ein Unfall? Wir kamen nicht weiter und stellten fest, dass ein Streik die Ursache für den Stau war. Wir beschlossen zwei Kilometer zu Fuß zu gehen und sahen, dass vier Autos einfach die Straße blockiert hatten und den Gouverneur aufzufordern Gelder für das örtliche Krankenhaus zur Verfügung zu stellen. Das kann den ganzen Tag gehen, sagte unser Jensi...Ok, wir kamen durchgeschwitzt im Hotel an, nicht allzu viele Stunden später hatten wir auch unsere Koffer. Eigentlich wollten Thomas und ich in den Pool, aber da brach ein Sturm aus und damit war das auch nix. Na wenigstens haben wir unseren ersten Tequlia getrunken, der sehr mild und lecker war, gar nicht so wie man das aus Deutschland kennt....so gut für heute...ich versuche noch einige Bilder hochzuladen, wenn das nicht gelingt, holt es Jenny morgen nach. Also bis denne!
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