13. August 2018

Das Ende unserer Rundreise

Hallo zusammen, am gestrigen Abend saßen wir noch einmal mit unserer Gruppe im Hotelrestaurant und haben getrunken und gegessen. Waren ja auch nicht viele Möglichkeiten.
Jensi ließ sich nicht sehen, warum auch immer.
Am Morgen hatten wir dann nur 10 Minuten Fahrweg zur Tempelanlage nach Chichen Itza. Gut, dass wir so zeitig da waren, zum einen war es noch nicht so voll und andererseits noch nicht ganz so heiß. Hier ist alle auf Touristen ausgerichtet, es gibt viel Verkaufsstände der Einheimischen mit den üblichen Sachen. Taschen, T Shirts, Figuren, Schmuck, Hüte, Decken usw.
Die Anlage ist groß und relativ weitläufig. Die Bauten hier entstanden wohl in der Zeit zwischen 800 und 930 n.Chr. Prunkstück ist eine Pyramide, an der alles wiedermal genau geplant und berechnet ist. So steht die Pyramide genau nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, hat auf jeder Seite 91 Stufen (4x 91 entspricht fast genau einem Kalenderjahr..nach unserem Kalender). Es gibt neun Plateaus (neun ist die Zahl der Unterwelt), an den Plateaus sind auf jeder Seite 52 Ornamente/ Verzierungen angebracht ( was den Kalenderzyklus symbolisiert) angebracht. Der Majakalender hat zwanzig Tage und 18 Monate und nach genau 52 Jahren gibt es wieder die gleiche Konstellation zwischen Tag und Monat. Irre. Die Pyramide kann man nicht besteigen, sie ist zum Teil Original saniert. außerdem besitzt die Anlage einen großen Ballspielplatz, der etwas anders als die uns bereits bekannten Ballspielplätze aussieht. An den Darstellungen entlang der Mauer kann man auch erkennen, dass das Spiel fortentwickelt wurde. So nutzten die Spieler (wie viel in einer Mannschaft spielten, weiß man nicht) Schläger, um den Gummiball zu bewegen und an bzw. durch einen steinernen Ring zu bringen. Über den Ringen befand sich ein kleines Häuschen, dort saß vermutlich der Schiedsrichter drin. Eine weitere Attraktion stellt das Observatorium dar. Diese hatte in seinem Turm eingelassene Schlitze, die so ausgerichtet waren, dass, wenn man dort hinausschaute bzw. die Sonnenwenden an Hand der Stellung der Gestirne sehen konnte. Das ist schon beeindruckend, was die Majas wussten und konnten. Im Unterschied zu anderen Tempelanlagen, die früher errichtet wurden ist hier bereits zu bemerken, dass Hieroglyphen eine sehr untergeordnete Rolle spielen, hier wurde fast ausschließlich mit Darstellungen gearbeitet. Als Farben verwendete man rot und blau, das Bildnis der gefiederten Schlange spielt eine besondere Bedeutung. Auch finden sich Symboliken der Azteken, was auf eine Austausch, ggf. Handel zwischen beiden Völkern schließen lässt.
Ebenfalls einmalig ist eine Cenote, in der dem Regengott Chac Opfergaben erbracht wurden, sprich den Opfern wurde das Herz herausgeschnitten und sie wurden in der Cenote unter Beigabe von Opfergaben (Jadeschmuck) versenkt.
Nach ca. drei Stunden waren wir durch und hatten damit unsere archäologischen, geschichtlichen Studien der Majas für diese Reise abgeschlossen. Ich glaube, wir haben viel erfahren und gelernt und hatten mit Jensi einen Wissenden als Führer.
Weiter ging es zu einer Cenote X Keken, Samula. Diese war sehr schön und beeindruckend, denn die befindet sich in einer Höhle unter der Erde.. Durch ein Loch in der Erde/im Gestein fällt Sonne in die Cenote, was natürlich noch schöner aussieht. In der Cenote kann man Baden, es führt eine Treppe in die Tiefe, das Wasser ist glasklar und auch herrlich erfrischend. Nach einem schönen Bad fuhren wir weiter, durch Valladolid, einer kleinen Stadt mit einer schönen Kathedrale und hübschen Häusern.nIm Übrigen gibt es wohl in Mexico 6.000 Cenoten.

Nun ging es zum Mittagessen in kleines Nest und der Fahrer fand das Restaurant erst gar nicht. Im Ort gastierte ein Zirkus, der noch eine Rolle spielen sollte. Es war ein sehr schönes Restaurant, welches durch Einheimische gut besucht war. Leckeres, preiswertes Essen und dann kam der Zirkus ins Spiel. Auf einer kleinen Bühne spielten zwei Clowns und behoben das Publikum ein. Natürlich würden wir auch gefragt, woher wir kommen und der Clown meinte zudem Einheimischen, dass Deutsche da sind und sie ihre Sachen festhalten  sollen. Guter Gag. Es wurden Kinder und später Frauen auf die Bühne geholt und sie sollten tanzen und etwas vormachen. Danach wurde durch Beifall entschieden, wer gewonnen hat. Als die Frauen dran waren, schaute der Clown auch zu unserem Tisch und ich zeigte auf die junge Frau aus Mannheim. Ich glaube, die hätte mich am liebsten erschlagen, machte aber trotzdem mit. Und es kam, wie es kommen musste...na ....klar als die Männer dran waren, musst ich ran. Mit mir ein Einheimischer, andere trauten sich natürlich bei Anblick meiner Person gleich gar nicht. Es ging schlussendlich um einen Tanz, bei dem der Hüftschwung unter Beweis gestellt werden musste.
Ich habe die Schmach von Russland, als uns Mexico besiegte wettgemacht und gesiegt, gesiegt für Deutschland. Ich bekam frenetischen, nicht enden wollenden Beifall und drei Mexikannerinnen mussten auf Grund von Ohnmacht behandelt werden. Der Wirt spendierte mir ein Corona... Spaß muss sein... Nun geht's Richtung Hotel Catalonia Royal Tulum und die Rundreise ist tatsächlich zu Ende. Es war toll, wenn auch anstrengend. Zum Glück sind wir die Ersten, die abgeliefert werden..
Die nächsten Tage werden sicher ruhiger und Euch bleiben Geschichten über Geschichte erspart.
Bis später.














2 Kommentare:

Je hat gesagt…

Vater, ich liebe deine enthusiastischen Bemerkungen :D Ich bin stolz, dass die deutsche Ehre wieder hergestellt wurde! Entspannt noch schön :* LOve, jenny

Anonym hat gesagt…

...ich bin auch sehr stolz. Dieser Hüftschwung wird mit Sicherheit in die mexikanischen Geschichtsbücher eingehen...Generationen werden noch darüber berichten!! Viel Spaß weiterhin und genussvolle Tage unter der Sonne Mexicos!! LG Conni

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